T minus 129

Es ist eine Tragödie!
Vor 1 1/2 Jahren wurden die Versuche abgeschlossen.
Seit einem 3/4 Jahr ist das Manuskript geschrieben.
Es wurde einmal eingereicht und ist abgelehnt worden. Weil der Gutachter es falsch verstanden hat.
Natürlich hat es ewig gedauert um eine überzeugende, gut formulierte Beschwerde zu verfassen und neue Versuche zur Bekräftigung der Daten hinterher zu schieben.
Endlich fertig, ich will es einreichen und was ist!? Auf einmal gefällt die Idee dem Chef nicht mehr... er möchte noch weitere Versuche durchführen und das Manuskript thematisch neu orientieren. Ich könnte kotzen...
Das Manuskript ist richtig gut! Die Daten signifikant! Ich habe bereits etliche Stunden, Tage, Wochen, Monate Arbeit in das Werk hinein gesteckt und ich will es endlich veröffentlich wissen! Mit jedem Tag wächst die Wahrscheinlichkeit, dass in der Zwischenzeit eine andere Arbeitsgruppe ähnliche Ergebnisse präsentiert und ich die Daten in die Tonne wefen kann. Mal ganz davon abgesehen, dass ich es gerne in der Diss zitieren würde...
Aber ich kann nix machen. Ich bin der kleine Fisch, der im Teich nichts zu sagen hat. Einmal habe ich mein Maul aufgemacht und es direkt wieder gestopft bekommen. Ist auch nicht klug gegen den Chef = Doktorvater zu rebellieren. Die Co-Autoren waren ebenfalls erfolglos.
Manchmal denke ich, der will mich extra hinhalten. Damit ich die Diss gar nicht rechtzeitig fertig bekommen. Damit er eine gute Ausrede hat mir keine Bestnote geben zu müssen (dass er das nicht unbedingt will steht nämlich fest). Warum sonst sollte er komplett abstruse überdimensionierte Anforderungen stellen die einen immer wieder aufhalten!? Natürlich ist er anspruchsvoll und er weiß, was ich leisten kann. Aber muss man seine Maßstäbe dann gleich ins Unermessliche schrauben? Das ist nicht fair. Ganz und gar nicht.
In Punkto Diss geht es auch wieder gar nicht voran. Die Belastung ist gigantisch. Der "normale" Stress auf der Arbeit. Der Praktikant der mit seiner Bachelorarbeit nicht zurande kommt. Das aktuelle Manuskript mit dem ich nicht weiter komme. Tausend Dinge auf der "to-do" Liste. Die gesundheitlichen Probleme und daraus resultierende Maßnahmen (lesen Sie schon bald: Fräulein Inferno beim Funktionstraining)...wenn sich dazu dann Tage gesellen - wie gestern - an denen man von früh bis spät mit dem Land Nordrhein-Westfalen telefonieren, Problematiken klären und Eilanträge organisieren muss, nur weil eine Ware am Zoll festhängt und als teuflisch gefährlich eingestuft wird, - dann möchte man einfach nur noch Urlaub. Am liebsten einen ganzen Monat...
Da macht es der Kollege vermutlich genau richtig. Der hat momentan dieselben Probleme wie ich und überlegt daher für eine gewisse Zeit auf eine dreiviertel Stelle runterzugehen um die Diss in Ruhe zu Hause fertig schreiben zu können. "Nebenbei" ist das nämlich echt eine Zumutung. Ich sollte auch darüber nachdenken. Vielleicht in 2 Wochen - sofern ich bis dahin das Manuskript fertig habe. Das muss unbedingt noch vom Tisch. Mal sehen *seufz*.

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