Mittwoch, 2. August 2006

Bela B. feat. Charlotte Roche

Hab da vorhin was feines bei Fräulein Wunder gefunden:

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Herrlich oder? Lange nicht mehr so gelacht und viel zu lange nicht mehr das "Bela mach mir ein Kind"-T-Shirt angehabt *Schrankdurchwühlt*

Lebensweisheit #1

Manche Tage hält man für gute Tage,
nur weil sie nicht so schlecht sind wie andere!!

Nachtrag zu Samstag - Winterberg, Timbersports

So viel Hektik, - ich komme kaum noch zum bloggen!!

Am Samstag haben der Brummbär und ich einen kleinen Ausflug nach Winterberg gemacht. Ziel war die Deutschen Meisterschaft im Stihl Timbersports Sportholzfällen
Ein wenig kurzfristig und unorganisiert, bewaffneten wir uns mit einem Übersichtsausdruck der zu fahrenden Strecke und verließen Iserlohn gegen 13:20Uhr.
Der Brummbär spielte Chauffeur (wie meistens) und entschied spontan, dem vom Routenprogramm ausgeklügelten Fahrplan kein Vertrauen schenken zu wollen. Der Weg sei ja viel zu einfach „viel zu lang“ und der direkte Landstraßenweg über die sauerländischen Dörfer viel reizvoller“viel kürzer“.

Nun ja, der selbsternannten Göttin der Landkartenleserei, die ihre unglaubliche Fähigkeit bereits in diversen Situationen erfolgreich unter Beweis gestellt hatte, erschien der Vorschlag akzeptabel und wurde somit nicht totdiskutiert abgelehnt^^
Es folgte eine unermesslich lange und beschwerliche Tingelei durch Kuhdörfer Weltmetropolen wie Seidfeld, Bönkhausen, Ober- und Niedersalwey, Dorlar und Obersorpe - ja, wer kennt sie nicht!? - die nur unerheblich dadurch erschwert wurde, dass auf der großzügig ausgedruckten Übersichtskarte lediglich jedes vierte Dorf verzeichnet war und die Straßenkennzeichnungen kaum zu entziffern waren!

Nach ca. eineinhalb Stunden Fahrt, waren wir um viele langweilige wunderschöne Landschaftsimpressionen reicher, hatten unseren Geruchssinn inmitten von frisch gedüngten Feldern verloren, einige waghalsige Überholunsmanöver im feindlichen, unbekannten Territorium lebend überstanden und waren fast schon überzeugt Winterberg wirklich nie mehr zu finden, als es plötzlich da stand:
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Juuhuuuu, jippieee, wir waren fast da und hatten uns nur unwesentlich verfahren!
Um 15:20Uhr liefen wir - fast pünktlich - in Winterberg ein

Die Meisterschaft gliederte sich in sechs Disziplinen, von denen wir eine leider knapp verpassten und die zweite im kalten Schatten eines furchteinflößenden Hühnen verbrachten. Erst in der anschließenden Bier- und Würstchenpause fanden wir einen bequemen Stehplatz mit ausgezeichneter Sicht auf die Bühne:
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Da davon auszugehen ist, dass noch nicht jeder Leser das Vergnügen hatte solch einem Hackderby einmal beiwohnen zu dürfen, will ich die einzelnen Disziplinen an dieser Stelle kurz erläutern:

1. Springboard - bei dieser Disziplin steht der Sportler auf einem Trittbrett (Springboard), welches in einem senkrecht aufgestellten Holzstamm verankert ist. Dabei muss er einen auf der Spitze des Stammes aufgestellten Holzblock schnellstmöglich durchschlagen.

2. Stock Saw - die Sportler müssen an einem waagerecht befestigten Holzstamm mit einer Motorsäge zwei Holzscheiben (Cookies) definierter Dicke schnellstmöglich absägen.

3. Single Buck - mit einer 2m Handsäge muss der Sportler eine Holzscheibe von einem waagerecht befestigten Holzstamm in kürzester Zeit absägen.

4. Standing Block Chop - hier wird das Fällen eines Baumes mit einer Axt simuliert, indem ein aufrecht aufgestellter Holzblock so schnell wie möglich von einer Seite durchschlagen werden muss

5. Underhand Chop - die Sportler stehen auf einem waagerecht auf dem Boden verankerten Holzblock und müssen diesen in kürzester Zeit durchtrennen.

6. Hot Saw - hier müssen drei Cookies definierter Dicke von einem waagerecht befestigten Holzblock mit einer 62PS starken Motorsäge so schnell wie möglich abgesägt werden.


Die ganze Show war grandios gestaltet: Durch das Programm führte ein drittklassiges QVC-Moderatorenpärchen, das man in Holzfällerkostüme gestopft hatte. Sie verstanden es gut die gelangweilten nach Unterhaltung lechzenden Menschenmassen und champagner-bedüdelten „D-Prominenten“ im VIP-ZELT (!!) mit Laola-Wellen und Amüsement auf Kosten ihrer Kinder bei Laune zu halten.

Das eine Pausenspiel zum Beispiel begeisterte mich doch sehr:
Der Moderator lockte sich ein paar kleine Kinder mit der Aussicht auf ein Spielzeug auf die Bühne und erklärte ihnen die Regeln für das nun folgende Spiel:

Moderator: „Also Kinder, das Spiel ist ganz einfach! Ihr dürft ab jetzt einfach nicht mehr ‚ja’ und auch nicht ‚nein’ sagen, okay? Sagt einfach ‚vielleicht’ oder ‚weiß nicht’, aber nicht ‚ja’ oder ‚nein’. Hast du die Regeln verstanden?“
1. Kind: „ja!“
Moderator: „verloren! Denkt dran, kein ‚ja’ und kein ‚nein’! Wie alt bist du?“
2. Kind: „sechs“
Moderator: „und gehst du schon in die Schule?“
2.Kind *denkt*: „nein!“
Moderator: „verloren! Du hast ‚nein’ gesagt. Das darfst du in dem Spiel aber nicht sagen! Komm, ich geb dir noch eine Chance, hast du die Regeln diesmal verstanden?“
2. Kind: „ja!“
Moderator: „verloren!“


Natürlich sind kleine Kinder leicht zu veräppeln, sich aber auf deren Kosten so zu amüsieren…nej nej nej…*g*
Zum Glück bekamen am Ende alle die versprochenen Spielzeuge^^

In dem anderen Pausenspiel wurde übrigens das Kind gesucht, welches am besten das Geräusch einer Motorsäge nachmachen konnte^^
Ich fürchte der Vater des ersten Kandidaten hat das Bühnengelände nach dessen Imitation eines bekifften Kätzchens einfach kommentarlos verlassen *g*
Ebenfalls ein sehr spaßiges Spiel

Zur weiteren Unterhaltung sorgen in den Pausen die nicht ganz so total synchron hüpfenden Rhein Fire-Cheerleader - die zudem für das optische Highlight der Show sorgten. Sogar der sonst eher kühle Brummbär wurde bei dem gebotenen Anblick anscheinend wuschiger als beim Betrachten der 62-PS starken „Hot Saw“ (harharharhar), denn er trug mir auf extra viele Fotos zu schießen :
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Aber zurück zu(m) den Fakten Sport:
Die Teilnehmer waren allesamt große Klasse und gaben ihr bestes.
Leider konnte keiner dem Lokalmatador und deutschen Meister Dirk Braun so richtig das Wasser reichen, - obwohl dieser bei der letzten Disziplin ordentlich patzte.
Zum zweiten Mal holte sich der Forstwirt, der zudem noch Vize-Europameister ist und als bestplatziertester Europäer den 5.Platz bei der Weltmeisterschaft im letzten Jahr belegt hat, den Titel und stellte bei der Disziplin Single Buck sogar einen neuen Europarekord mit 16,58 Sekunden auf

Wer MEHR über den deutschen Meister erfahren oder sich solch eine Holzfälldisziplin zur besseren Veranschaulichung einmal in Ton und Farbe ansehen möchte, der kann dieses HIER(<-- funzt zur zeit nicht, - fehler bei pro7) tun. Da trat der gute Mann nämlich bei Oliver Pocher auf und demonstriert sein Können eindrucksvoll


Da sich das Programm sowie der Tag gegen 19Uhr dem Ende näherten und wir noch eine zweistündige Rückfahrt vor uns hatten, verließen der Brummbär und ich Winterberg mit einem leichten Sonnenbrand und tollen Eindrücken vom Sportholzfällern.
Trotz zweier kurzer Abstecher – einmal zum “Kahler Asten“ (wenn man ja schon mal dort ist…aber irgendwie war’s recht enttäuschend) sowie zum Kinderspielplatz, den ich auf der Hinfahrt ausfindig und anschließend stundenlang bettelnd und den Brummbären mit großen Kinder-Augen anschauend reisestoppwürdig gemacht hatte^^ - kamen wir erstaunlich schnell übers Land wieder zurück in den Alltag…

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