...und niemand lachte mehr

Marvin, der gerne ein Cowboy gewesen wäre, war ’ne arme Nase, - denn er besaß keine. An der Stelle, wo andere Roboter im Laufe ihres Roborterlebens einen Riechgewindekolben angeschraubt bekamen, klaffte bei Marvin ein pyramidenförmiges Loch, das freie Sicht auf seine intimen Schaltkreisneuronen erlaubte.
Natürlich war das oberpeinlich und so ließ Marvin nichts unversucht, um den optischen Makel zu vertuschen. Oftmals steckte er sich Bananen in sein dukles Loch und manchmal auch ’ne leere Toblerone-Schachtel. Doch es half nicht. Wo immer er hinging, zeigten die anderen mit dem metallischen Finger auf ihn, tuschelten verschmitzt und lachten große Öltränen.
Eines Tages konnte Marvin den Spott nicht länger ertragen. Er zog von dannen und ertränkte sich in einem Güllefass.
Übrig blieb nur der überdimensional große, abgewetzt und durchlöcherte, braun-grau-sandige, alte Cowboyhut den Marvin so gerne getragen hatte.
Einsam trieb er über die miefende Brühe und niemand lachte mehr...

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